Ab in die Wildnis – der Nationalpark Königstein

ab in die wildnis – der nationalpark königstein Heute wandern wir durch das Königstein-Gebirge, wo in über 2000 m Höhe die höchste Gebirgsspitze aus Kalk zu finden ist. Die Tier- und Pflanzenwelt ist ebenfalls beeindruckend.

Heute wandern wir durch das Königstein-Gebirge, wo in über 2000 m Höhe die höchste Gebirgsspitze aus Kalk zu finden ist. Die Tier- und Pflanzenwelt ist ebenfalls beeindruckend. Die 1200 Pflanzenarten repräsentieren rund ein Drittel der heimischen Pflanzen. Der Nationalpark Piatra Craiului (dt. Königstein) erstreckt sich auf einer Fläche von 15 Tausend Ha. Das touristische Angebot enthält Wanderungen durch Urwälder, Ausflüge für Braunbärenbeobachtung, Bergsteigen, Klettern, Aufsuchen von rumänischen Almhütten und Pferdetourismus. Mircea Vergheleţ, Manager des Nationalparks Piatra Craiului, sagte uns, warum das Gebirgsmassiv Königstein einzigartig in Rumänien ist:

 

„Es geht um ein besonderes Gebiet unseres Landes. Es ist das einzige Kalkgebirge in Rumänien, das eine Höhe von über 2.000 m erreicht. Alle Kalkmassive in unserem Land bieten eine atemberaubende Abwechslung. Der westliche Abhang mit besonderen Wanderrouten ist sehr steil. Eine einzigartige Wanderroute ist der Kammweg.“

 

 

Piatra Craiului wird auch von den rumänischen Bergsteigern bevorzugt. Die meisten Steilwände befinden sich in Cheile Zărneştiului, wo berühmte Kletterer unter denen auch Kletterer, die im Himalaya gestiegen sind, trainiert haben. Man muss aber kein Profi sein, um hier zu klettern. Es gibt auch Routen mit niedrigem Schwierigkeitsgrad. Alle Informationen sind auf der Internetseite des Nationalparks www.pcrai.ro in rumänischer und englischer Sprache zu finden. Es gibt eine detaillierte Karte mit allen Zufluchtsorten und Sehenswürdigkeiten des Nationalparks, die dank Google Earth in 3-D gesehen werden können.  Mircea Vergheleţ, Manager des Nationalparks Piatra Craiului, erklärte uns, die Touristen werden von nun an besser informiert sein:

 

„Diese Woche eröffnen wir das Besucherzentrum. Praktisch ist es ein Museum des Massivs, wo die Touristen Informationen über Piatra Craiului erhalten, besonders über die Pflanzen- und Tierwelt, über die lokalen Traditionen, über die Art und Weise, in der der halbfeste Schnittkäse aus Schafsmilch in Tannenrinde hergestellt wird. Es gibt einen 10 Minuten langen Dokumentarfilm, der den Herstellungsprozess genau beschreibt. Das Besucherzentrum hat zahlreiche interaktive Elemente und Dioramen. Der Besucher kann mit der Handfläche einen Film oder die Dias starten und sogar ein Puzzle fertigen. Wir haben ein 3-D-Modell des Massivs, das mithilfe eines Vorführgerätes präsentiert wird. Hier kann man alle Routen, alle Wege, die Zufluchtsorte, die Habitate, die Bodenarten sehen. Alle Informationen sind auch in Englisch verfügbar. Das war von Anfang an so geplant und daran halten wir uns. Wir bieten auch Beschilderung für Blinde.“

 

 

Im Königstein-Gebiet gibt es ein paar historische Sehenswürdigkeiten. Das Schloss Bran liegt im Süden des Nationalparks. Ebenfalls im Süden liegt auch die wunderschöne Dâmbovicioara-Höhle. 25 Km weit vom Nationalpark liegt die Stadt Braşov (Kronstadt), die einen Besuch wert ist. Die Nationalparkverwaltung bemüht sich seit Jahren, die Landschaft vor Neubauten wie Hotels und Villas zu bewahren. Der Dorftourismus hat sich in der letzten Zeit sehr entwickelt. Dank der rumänischen traditionellen Speisen, die von den Gastgebern gekocht werden, werden sie die notwendige Energie haben, um wandern oder klettern zu können. Die Liebhaber des Ökotourismus können zum Beispiel die mehr als 30 Orchideenarten und die großen Fleischfresser bewundern. Mircea Vergheleţ bringt weitere praktische Informationen: 

 

„Die Zahl der Gämsen ist in den letzten Jahren gestiegen. Das Jagen ist im Nationalpark seit 15 Jahren verboten. In der Nähe des Kamms kann man die Gämsen aus einer Entfernung von nur 5 oder 6 m betrachten. Wer so hoch steigt, kann Bären und Auerhähne treffen. Im Park leben 120 Vogelarten. Im Zeitraum 1. Mai – 31. Oktober müssen sich die Touristen Karten vom Kartenautomat besorgen. Zu finden sind diese bei allen Parkeingängen, bei der Post in der Stadt Zărneşti, beim Sitz der Parkverwaltung sowie bei der Hütte Plaiul Foii. Die Karten können auch per SMS oder von der Internetseite des Nationalparks gekauft werden.“

 

 

Eine Neuigkeit für das Jahr 2016 sind die Fahrradrouten. Mircea Vergheleţ dazu:

 

„Wir haben nun eine Karte, wo die Fahrradwege eigetragen sind und werden – vielleicht noch in diesem Jahr – versuchen, die Routen zu markieren.“

 

 

Die Nationalparkverwaltung empfiehlt den Touristen festes Schuhwerk, Regenmäntel  und Wasser mitzuhaben. In der alpinen und subalpinen Gegend gibt es keine Wasserquellen. Und das Wichtigste: Nehmen Sie immer die markierten Routen in Anspruch – wenn Sie sich in der wilden Natur verlaufen, kann’s gefährlich werden!


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Publicat: 2016-08-28 17:45:00
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